Evangelische Kirchengemeinde Engelstadt

Katholische Kirchengemeinde: http://www.pfarrgemeinde-schwabenheim.de

In Engelstadt leben heute etwa 430 evangelische Christen. Zusammen mit den evangelischen Christen des Nachbarortes Bubenheim bilden sie eine Kirchengemeinde. Seit 1990 ist Hartmut Lotz Pfarrer der beiden miteinander verbundenen Kirchengemeinden.

Kirche

Die Gemeinde ist nicht nur in unserer Kirche, in der Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Trauerfeiern und Jubiläen begangen werden, lebendig - im Gemeindehaus (Georg-Zimmer-Haus) am anderen Ende des Dorfes treffen sich regelmäßig u.a. Konfirmandengruppe, "Die Strolche" (die Kindergruppe der Gemeinde), Frauenhilfe, Senioren und Kirchenvorstand.

Der Kirchenvorstand besteht derzeit aus seinem Vorsitzenden, Pfarrer Hartmut Lotz, sowie den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher Sandra Andrae, Renate Eppelmann, Klara Heucher, Trude Mengel, Christoph Neuberger, Ruth Schmitt und Stefanie Stippich.

Die Kirchengemeinde ist vielfältig in das Ortsleben miteinbezogen. Davon künden Gottesdienste in ökumenischer Verbundenheit zur Aussendung der Sternsinger, am Dorffest, und gemeinsam mit den Christen aus dem Nachbarort Jugenheim am Friedenskreuz. Seit einigen Jahren ist unsere Kirche am Wochenende offen für Besucherinnen und Besucher. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!


Etwas zur Baugeschichte der Evangelischen Mauritiuskirche Engelstadt

941: urkundliche Erstnennung des Dorfes Engelstadt (Kölner Erzbischof Wichfried schenkt der Kirche der Hlg. Jungfrauen zu Köln eine Hof in Engilestat als Erstausstattung des Kölner Stiftes St. Ursula, der dadurch die Grundherrschaft über dieses Dorf hat)

11./12.Jhd.: Bau der Kirche. Romanischer Westturm

1228: Kirche wird dem Hlg. St. Mauritius geweiht. Patronatsrecht über die Engelstadter Kirche hat bis 1325 das Kölner St. Andreasstift inne; durch Gütertausch geht es dann auf das Mainzer Liebfrauenstift über.

1556: Beginn der Reformation in Engelstadt (mit der gesamten Pfalz wird auch Engelstadt evangelisch)

1591: erste reformierte Schule in Engelstadt

1620 : Kirche wird im Dreißigjährigen Krieg in Brand gesteckt und brennt aus, als Ersatz dient zunächst eine Scheune.

1666 : Pest in Engelstadt: es überleben 30 "Seelen"

1697 : Katholiken in Engelstadt erhalten das Recht, im Rathaus eine Kapelle einzurichten

1750 : neben der reformierten nun auch eine katholische Schule in Engelstadt

1783 : dritte Schule in Engelstadt: lutherisch

1816 : Engelstadt kommt zum Großherzogtum Hessen

1917 : eine Glocke soll abgegeben werden zum Einschmelzen, wird aber heimlich vergraben; 1942 wird die Glocke dann abgeliefert

1945 : die einzige rein katholische Familie in Engelstadt gewährt in den letzen Kriegsmonaten dem Mainzer Bischof Albert Stohr Unterschlupf vor der Verhaftung durch die Gestapo

15.03.1945 : Turm durch Angriff tlw. zerstört

1947: Glocke wird auf einem Glockenfriedhof nahe Hamburg gefunden und kehrt 1948 wieder zurück

Die Fenster wurden 1994 eingesetzt durch Fa. Münch , Groß-Umstadt, und bestehen im Gegensatz zu den vorherigen Fenstern (im gleichen Jahr durch Sturm zerstört) aus farbigem Glas. Westturm aus romanischer Zeit (11./12. Jhd.) durch Lisene und Rundbogenfriese gegliedert. Portal mit breitem, bedeutsamen Reliefsturz an der Südseite des Turmes, Ende des 11. Jhds. Über dem feingezeichneten Türsturz Entlastungsbogen mit rechteckiger Rahmung. Die Motive des Portalsturzes haben symbolischen Gehalt und enthalten Hinweise auf die Heilsgeschichte. Die KIrche bildete mit dem Friedhof zusammen eine Wehranlage, deren Befestigungen um 1830 entfernt wurden. Bermerkenswert ist, dass sich in Engelstadt bis heute der Friedhof wie früher üblich um die Kirche erstreckt, während in umliegenden Gemeinden der "Gottesacker" nach außerhalb verlegt wurde.

Kirchengemeinde aktuell

Als Jahresprojekt zieht sich durch das Jahr 2005 das Thema "Bin im Garten". In den Sommermonaten verlegen wir Gottesdienste in öffentliche und private Gärten. Auch musikalisch gestaltete Abende und Kunstevents gehören in das Programm hinein.


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